Lotto spielen
Beispiele für "aktive" Zahlenlotterien.
Es existieren länderspezifisch verschiedene Systeme:
| Land | Spiel |
|---|---|
| Österreich | 6 aus 45 |
| Niederlande | 6 aus 45 |
| Deutschland | 6 aus 49 |
| Schweiz | 6 aus 45 |
| Italien | 5 aus 90 |
| Litauen | 6 aus 30 |
| Belgien | 6 aus 42 |
| Spanien | 6 aus 49 |
| Schweden | 7 aus 35 |
6 aus 49 in Deutschland
In Deutschland wird jeden Mittwoch und Samstag gezogen. Man kann auch noch zusätzlich das Spiel Super 6 und Spiel 77 machen. Zu den 6 Zahlen werden zudem noch eine Zusatzzahl und eine Superzahl gezogen. Die Zusatzzahl wird aus den restlichen 43 Kugeln als siebte, nach den ersten 6 Zahlen, gezogen. Demgegenüber wird die Superzahl aus den Zahlen 0 bis 9 gesondert ermittelt.
Von den Spieleinsätzen werden 50% als Gewinne wieder ausgeschüttet (Totalisatorprinzip). Die prozentuale Verteilung erfolgt je nach Gewinnklasse unterschiedlich. Innerhalb der einzelnen Gewinnklassen erfolgt die Verteilung der Gewinnsumme gleichmäßig auf die Anzahl der Gewinne. Die Gewinnquoten sind somit für alle Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer in Deutschland gleich.
Die Gebühren zählen übrigens nicht zu den Spieleinsätze; die anderen 50% der Spieleinsätze werden u.a. in Form von Lotteriesteuer oder Zweckerträgen für Gesundheit, Kultur, Naturschutz, Sport und Wohlfahrt abgegeben.
Es gibt folgende Gewinnklassen:
| Gewinnklasse | Erforderlich | Verteilung der Gewinnsumme |
|---|---|---|
| Klasse 1 | 6 richtige + Superzahl | 10% |
| Klasse 2 | 6 richtige | 8% |
| Klasse 3 | 5 richtige + Zusatzzahl | 5% |
| Klasse 4 | 5 richtige | 13% |
| Klasse 5 | 4 richtige + Zusatzzahl | 2% |
| Klasse 6 | 4 richtige | 10% |
| Klasse 7 | 3 richtige + Zusatzzahl | 8% |
| Klasse 8 | 3 richtige | 44% |
Zudem ist ein Jackpot möglich. Dieser kann grundsätzlich in jeder der 8 Gewinnklassen entstehen, wenn kein Gewinn ermittelt wurde; allerdings kommt das in Klasse 3 sehr selten und in den Klassen 4-8 praktisch nie vor. Die Gewinnsumme wird dann der gleichen Gewinnklasse bei der nächsten Ziehung hinzugefügt. Unter dem Jackpot versteht man die Summe des Übertrags aus der vorigen Ausspielung und der normalen, erwarteten Gewinnsumme, in der Regel vereinfachend auch nur den aus der Klasse 1. Eine exakte Bestimmung der Höhe des Jackpot ist wegen des Totalisatorprinzips erst möglich, wenn die Quoten feststehen.
Dazu sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Übersteigt ein Einzelgewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse den einer höheren Gewinnklasse, so werden die Gewinnsummen zusammengelegt und die Gewinne gleichmäßig auf die beiden Gewinnklassen verteilt.
Wird insbesondere in der Gewinnklasse 2 kein Gewinn ermittelt, jedoch in der Gewinnklasse 1 mindestens ein Gewinn, so wird die Summe aus der Gewinnklasse 2 der Gewinnklasse 1 zugeschlagen.
Wird auch nach 14 aufeinanderfolgenden Ziehungen in einer Gewinnklasse kein Gewinn ermittelt, so wird die Gewinnsumme auf die nächstniedrigere Gewinnklasse übertragen.
Festgelegt sind diese Regelungen übrigens in jedem Bundesland in den Teilnahmebedingungen für Lotto.
(Lotto ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Gewerbliche Anbieter spielen oft im Sinne der Tippgemeinschaften bei den Lottogesellschaften, nehmen dafür jedoch zusätzliche Gebühren.)
6 aus 45 in Österreich
In Österreich wird jeden Mittwoch und Sonntag gezogen.
(Zudem gibt es in Österreich ein Zahlenlotto 1-90, welches am Dienstag, Donnerstag und Samstag gezogen wird.)
Beim Lotto in Österreich werden auch 50% der eingezahlten Summe wieder ausgeschüttet. Diese verteilen sich wie folgt:
Es gibt folgende Gewinnränge:
| Gewinnrang | Erforderlich | Verteilung der Gewinnsumme |
|---|---|---|
| Rang 1 | 6 richtige | 42% |
| Rang 2 | 5 richtige + Zusatzzahl | 8% |
| Rang 3 | 5 richtige | 9% |
| Rang 4 | 4 richtige | 16% |
| Rang 5 | 3 richtige | 25% |
Euro Millionen
Im Gegensatz zu den traditionellen, landesspezifischen Lotterien war Euro Millionen von Anfang an als Mehrländer-Lotto ausgelegt. Am 13. Februar 2004 fand die erste Ziehung statt, für die man in Spanien, Frankreich und Großbritannien Tipps abgeben konnte. Im Laufe des Jahres 2004 kamen dann noch Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Italien, Litauen, Luxemburg, Norwegen, die Niederlande, Schweden und die Schweiz hinzu.
Die Spielformel lautet "5 aus 50 plus 2 aus 9" und ein Tipp kostet 2 Euro. Die Einsätze aus allen Ländern gelangen in einen gemeinsamen Pool, und es gibt jeden Freitag eine einzige Ziehung für alle beteiligten Länder. Durch verschiedene Faktoren (die niedrige Gewinnwahrscheinlichkeit für "7 Richtige", die große Anzahl Mitspieler, den relativ hohen Einsatz sowie die Art der Aufteilung auf die Gewinnklassen) entstehen schnell sehr hohe Jackpots: Garantiert werden als Mindest-Jackpot 10 Millionen Euro; am 8. April 2005 gewann ein Schweizer die Rekordsumme von gut 64 Millionen Euro.
Alles in allem ist das Konzept von Euro Millionen vergleichbar mit dem deutschen "6 aus 49 plus Superzahl" sowie insbesondere den US-amerikanischen Mehr-Staaten-Lotterien Powerball und Mega Millions: Der Trend geht offenbar zu immer niedrigeren Gewinnchancen auf immer höhere Jackpots, und gleichzeitig zu vergleichsweise niedrigen Gewinnen in den weiteren Kategorien. Weiterhin die niedrigste Gewinnchance auf den Hauptpreis besteht jedoch beim italienischen Super Enalotto mit seinem 6-aus-90-Prinzip.
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