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Lotto spielen

Auszug aus der Lotto Geschichte


Lotto erfanden die Genuesen im 15. Jh., um jährlich ihre Ratsmitglieder neu zu bestimmen. Sie schrieben neunzig Namen auf Zettel und zogen verdeckt fünf aus diesen neunzig. Aus der Bestimmung des neuen Stadtrates entwickelte sich ein reger Wettbetrieb, aus dem sich später das Lotto entwickelte, in dem die Namen durch Zahlen ersetzt wurden, das erste "5 aus 90". Als erster, der dieses Zahlenlotto privat als reines Glückspiel anbot, ist der Genuese Benedetto Gentile überliefert. Schon damals fanden sich viele begeisterte Lottospieler und sorgten für hohe Umsätze. Da dieses einfache Geschäftsprinzip große Gewinne für den Veranstalter einbrachte, ging das Recht Lotterien zu veranstalten auf die jeweiligen Herrscher oder Regierungen über. An den Königs- und Fürstenhöfen war es eine schöne Einnahmequelle. Auch heute noch ist diese Regelung weltweit üblich. An private Betreiber werden höchstens Konzessionen für Lotterien vergeben. Oft wurde das Lotto wie auch andere Glücksspiele als moralisch verwerflich bezeichnet und verboten.

In Deutschland ist die staatliche Lotterie "6 aus 49" durch ihre öffentliche Auslosung im Fernsehen sehr beliebt. Nach dem zweiten Weltkrieg führte Westberlin am 11. Januar 1953 das Lotto mit der Spielformel "5 aus 90" wieder ein. Später gründeten am 30. Juni 1955 die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern und Nordrhein-Westfalen das Lottounternehmen Deutscher Lottoblock. Die erste gemeinsame Ziehung von Lottozahlen erfolgte öffentlich am 9. Oktober 1955 im Hamburger Hotel "Mau" mit "6 aus 49". Zwei Waisenmädchen zogen abwechselnd die sechs Zahlen in der Reihenfolge 13-41-3-23-12-16. Die anderen Bundesländer folgten sukzessive: Bremen ab dem 13. Mai 1956, Niedersachsen ab dem 10. Juni 1956, Hessen ab dem 2. September 1956, Rheinland-Pfalz ab dem 2. Dezember 1956, Saarland ab dem 6. Januar 1957, Baden-Württemberg ab dem 13. April 1958, Berlin ab dem 4. Oktober 1959. Die neuen Bundesländer folgten dann 1992.

loEine Zusatzzahl verlieh erst am 17. Juni 1956 dem Spiel zusätzliche Attraktivität. Am 4. September 1965 wurde die Ziehung der Lottozahlen erstmals live im Fernsehen übertragen. Lotto am Mittwoch folgte am 28. April 1982 zunächst mit der Spielformel "7 aus 38", ab dem 19. April 1986 dann mit der Formel "6 aus 49". Damit sich auch bei den durch die Wiedervereinigung höheren Mitspielerzahlen öfter ein gut gefüllter Jackpot durch das Nichtbesetzen der höchsten Gewinnklasse ergibt, konnten sich die Lottospieler am 7. Dezember 1991 über die Superzahl freuen. Diese Zahl ist die letzte Ziffer der Losnummer vom Tippschein. Auch die Klassenlotterien Spiel 77 und Super 6 mit ihren garantierten Gewinnen können durch die Losnummer mitgespielt werden.

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